WB Kurbadstraße Wien

Energiekonzept WB Kurbadstrasse

Energieversorgung

Die Grundwärmeversorgung der drei Gebäude erfolgt über eine zentrale Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage mit Tiefensondenfeld. Die Kühlung der Gebäude im Sommer erfolgt natürlich über die Tiefensonden. Zur Spitzenwärmelastabdeckung wird an die örtliche Fernwärme lt. Energiekonzept Wien Energie angebunden.

Das Schwarz- und Grauwasser aus den Gebäuden wird zentral aufbereitet und für die WC-Spülungen und Bewässerung der Pflanzen verwendet. In einem Wärmerückgewinnungsprozess werden 40% des Energiebedarfs zur Warmwasserbereitung zurückgewonnen. Die Abwärme kann direkt zur Heizung über die BTA oder in Kombination mit einer Hochtemperaturwärmepumpe zur Warmwasserbereitung verwendet werden.

Auf den Dächern der Gebäude werden in Summe ca. 590 m² PV-Fläche mit einer Leistung von 123 kWp errichtet. Damit können über das Jahr gesehen mehr als 100% des Energiebedarfs für Heizung, Warmwasserbereitung sowie dem Strom für alle Allgemein- und Gemeinschaftsbereiche der Gebäude gedeckt werden. Ein zentraler Kurzzeit Batterie-Stromspeicher ermöglicht die Eigennutzung des solaren Stroms in den Nächten und an bewölkten Tagen.

Technisches Konzept Wohnungen

Die Wohnungen werden über die thermisch aktivierte Betondecke geheizt und gekühlt. Jede Wohnung hat einen eigenen BTA-Verteiler mit Regelventil und Wärmemengenzähler für die Energieabrechnung. Jede Wohnung wird für die wesentlichen Räume mit thermisch regelbaren Zonen ausgestattet um den Nutzer einen direkten Einfluss auf die Raumtemperatur gegeben zu können.

Die Warmwasserbereitung erfolgt über Wohnungsstationen mit KW- und WW-Zähler. Dieses System gewährleistet eine hygienische Warmwasserbereitung und die direkte Nutzung und einfache Abrechnung des solar gewonnen Stroms auf die Bewohner.

Die Abluft der Wohnungen erfolgt kontrolliert über den zentrale Sanitärkern. Eine einfache Steuerung über CO2 und Feuchte Sensor regelt den Volumenstrom. Die Frischluft strömt über schallgedämpfte und druckgesteuerte Öffnungen in den Fenstern nach.

Zur Stärkung der Klima Resilienz werden die äußeren Kühllasten durch konsequente, außenliegende Verschattungssysteme auf ein Minimum reduziert. Die Gebäudehülle auf Passivhausniveau minimiert die Transmissions- und Lüftungsverluste.

Projektstart: 01.09.2022